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Was mir wichtig ist:
Seit gut zwei Jahren
sprudeln aus mir Worte, gerade als ob eine verschüttete
Quelle freigelegt worden wäre. Im Schreiben
erhalte ich Klarheit über meinen Lebensweg,
der mir oft so verworren erscheint. Die dabei
entstehenden Texte sind für mich heilsam
geworden und ich empfinde sie als wohltuende
Geschenke. Deshalb möchte ich sie mit anderen
Menschen teilen, in der Hoffnung, dass sie auch
ihnen gut tun.
Die
vier Engel
Einst berührte mich
der Engel der Sonne,
weißer Lichtstrahl teilte den Vorhang
zwischen dir und mir.
Nie war ich dir näher.
Der Engel des Erinnerns und der Engel des Vergessens,
Zwillingskinder wandern Hand in Hand vor mir
her.
Vorhang weht von unserem Atem.
Wie werde ich dir wieder nah?
Irgendwoher höre ich den Engel der Sonne.
Senkt sich der Vorhang, sehe ich den Engel des
Erinnerns.
Hebt er sich, winkt mir der Engel des Vergessens.
Irgendwoher höre ich den Engel des Mondes
Wie werde ich dir wieder nah?
Vorhang weht von unserem Atem.
Zwillingskinder wandern
Hand in Hand vor mir her,
der Engel des Vergessens und der Engel des Erinnerns.
Irgendwann wird der Engel des Mondes
mit einer Sichel den Vorhang zerschneiden,
dem Engel der Sonne in die Arme legen, verbrennen.
Und wir werden Ruhe finden unter den Flügeln
des Geistes.
Mondschattentanz
Du blickst zum Himmel,
einziges Licht scheint
der blasse Mond.
Selbst sein Schein blendet dich,
möchtest Mondtau trinken,
dann im Mondschatten
deinen Körper wiegend
sterben.
Du,
ich gehe mit dir -,
zur Schattenseite des Mondes.
Schenke ihn mir,
diesen einen Tanz,
Mondschattentanz.
Werde mein Gesicht
an deine Schulter lehnen,
die Augen geschlossen in sanfter Umarmung
Mondklängen lauschen
und stumm beten,
dass du tanzen mögest,
bis der Tag geboren wird.
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Im Dezember 2001 erscheint
Angelika Wildeggers erstes Buch mit Bildern
von Susa Nientiedt
9,80 Euro, Pb, 73 Seiten,
ISBN 3-8311-1665-2
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