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Netzwerk > Künstlerinnen und Künstler stellen sich vor


Christoph Stender
Hochschulpfarrer in Aachen

Lyriker

Michaelsbergstr. 6
52066 Aachen

Mail: mail@christoph-stender.de
Internet: www.christoph-stender.de

 

 

 

Was mir wichtig ist:

"In mir lebt die Sehnsucht nach diesem Fluss, der mich nicht dazu zwingt, an einem Ufer festmachen zu müssen, sondern der mich im Fluss werden lässt, wer ich bin, und in seiner Ungebundenheit mich führt an Orte wirklicher Verneigung, 'Orte der Begegnung mit dem Unendlichen', dem, was bleiben wird, der Liebe, anbetungswürdig nur im Göttlichen, den Menschen berührend in Christus, und so manchmal wunderschön zu ahnen in der Liebessehnsucht des Menschen selbst."

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Mein Wunsch für Dich

Ich bitte nicht, du mögest niemals so einen Schmerz in deinem Leib zwischen Herz, Fleisch und Muskeln spüren, der dir Angst einflößt, unwissend, ob er vergeht oder Anfang deines Endes ist?

Ich bitte nicht, dir möge die Frage erspart bleiben, geht das mit dem Geldverdienen weiter, werde ich in Zukunft meine Fähigkeiten einbringen können, finde ich morgen noch Bestätigung?

Ich bitte nicht, der Zweifel möge niemals an dir nagen: Was bin ich noch wert, werde ich nicht doch eines Tages weggeworfen, liebt mich überhaupt noch ein Mensch, bin ich einfach nur ein überflüssiges Auslaufmodell?

Ich bitte nicht, dir möge dieses große schwarze Loch ohne jeden Halt erspart bleiben, in das du einfach nur hineinstolperst!

Ich wünsche dir nicht, dass all das nicht geschehen möge, was geschehen wird.


Mein Wunsch für dich:


Haut, die dich streichelt und hofft aus Liebe gestreichelt zu werden.
Hände, die dich schützen und die du zu halten dich sehnst.
Augen, die dir nachgehen und die du entdeckst.
Ein Wort, das dich trägt, fremd der Lüge und ein Mund, der es nie vergisst.
Ich wünsche dir ein du und diesem du dich bis dorthin,
wo uns nichts mehr halten kann!


Aus: Christoph Stender: "Dank Dir auf den Leib geschrieben"
Bergmoser + Höller Verlag

 

Ich mag

Ich mag den Duft feuchter Frühlingserde eingetaucht in das Leuchten aufbrechenden Grüns getragen vom Chor meiner Sehnsucht Ich mag die Schüchternheit sanfter Brandung die mit meiner Liebe Ohnmacht spielt und kaum bemerkt meine Spur im Sand zu ihrem Bette wendet Ich mag ein Wort nach gedacht und vor getragen von Antwort nicht zerredet liebevoll der Tränen Quell von berührten Lippen nur zu lesen Ich mag den frechen Wind der meine Haut lässt spüren dass ich lebe so mich wie dich berührt der du bei mir bist wo sanfte Brandung eine Spur im Sand zu ihrem Bette wendet Ich mag nun gehen wo viele Schritte schon im Sand verlaufen auch meine Spur kein Morgen kennt doch dieser Duft die Schüchternheit der sanften Brandung und Träne aus dem Wort geweint wird Wind mir sein den auch morgen atmen ich mag

fragment eines gebetes
Ich habe Interesse.
Du interessierst mich, Jesus!
nicht weil du den Menschen Brot gegeben hast, sondern weil sie mehr in ihren Händen hielten;
nicht weil du den, den du liebtest, im Arm gehalten hast, sondern weil er mehr spürte;
nicht weil du den Verrat anderer geduldet hast, sondern weil ihr Verrat verratene Liebe war;
nicht weil du Menschen zusammenführtest, sondern weil sie aneinander mehr als nur sie selbst waren;
nicht weil du einsam warst, sondern weil du aufgestanden bist;
nicht weil du geschlagen wurdest, sondern weil du über dich hinaus etwas gesehen hast.
Du interessierst mich, Jesus!
weil auch ich mehr in meinen Händen halten möchte;
weil auch ich mehr spüren möchte;
weil auch ich, ich selbst und mehr sein möchte;
weil auch ich aufstehen möchte;
weil auch ich etwas über mich hinaus sehen will.
Stopp:
Ich habe wohl etwas vergessen, das mit der verratenen Liebe.
Aber ich bin noch davor, Liebe verraten zu können.
Ich bin noch davor zu lieben.
Ich wollte ja nur sagen, ich habe Interesse!

 

Hier finden Sie Buchveröffentlichungen
von Christoph Stender

 

 

 



 

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