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Franz Reitinger
Pfarrer

Regensburg / Pettendorf

Email: reitinger-franz@t-online.de


Was mir wichtig ist:
Ich schreibe seit vielen Jahren Gedichte, weil ich irgendwann als Jugendlicher und mehr noch als junger Erwachsener gemerkt habe, dass diese Form des Schreibens eine mir sehr adäquate Form des Ausdrucks ist: Das Wichtige im Leben ver-dichten, um es besser begreifen zu können und später vielleicht auch anderen damit Anregungen zum Nachdenken zu geben.

Zur Person:
Franz Reitinger, 1966 geboren, aufgewachsen in einem kleinen Dorf namens Stein (Gemeinde Tiefenbach / Landkreis Cham). 1985 Abitur am Augustinus-Gymnasium Weiden. Studium der Kath. Theologie in Regensburg und Freiburg i.Br, Abschluß mit dem Diplom 1991. Nach dem Praktikum in der Kath. Pfarrgemeinde Lappersdorf 1993 Priesterweihe im Dom zu Regensburg. 1993 - 1996 Kaplan in Deggendorf - Mariä Himmelfahrt. Seit 1996 Diözesanseelsorger der Kath. Landvolkbewegung und der Kath. Landjugendbewegung, seit 1998 zusätzlich nebenamtlicher Pfarrvikar in Kürn (Gemeinde Bernhardswald), seit 2002 Pfarrseelsorger in Pettendorf.


Wort Gottes

leidenschaft
kriecht in mein ohr
springt mir in die augen

Wort Gottes

Dich soll ich künden?
Dein Feuer verbrennt mich!
wer wird Dich hören?

Wort Gottes

wer wird Dich erkennen -
in meinem wort?
"Liebende" sagst Du.

Wort Gottes


schweigen
war da
ein ruf

flüsterndes sich
verschweigen ist
da jemand

verhallendes
singen wird dann
einer da sein

tröpfelndes
säuseln im
trommelfell

ge
rufen zu
hören den
regen den
wind die
vögel die
grillen die
menschen das
kind den
taubstummen die
stillen im
land die
zum schweigen ge
brachten den
Ganz Anderen Laut
Losen Liebenden


höre mich nichts
überhörender
Du sag mir

Unsagbarer
sag mir
ein Wort oder

zwei sprich Dich
hinein in mein schwer
höriges ohr

laute Dich fest
im ultraschallbereich
meiner holprigen

lieder sag hörst Du mich sag
hör ich Dich Du und ich
die sprache macht es sich leicht die

wörter fließen wie öl von
den lippen die wörter lügen das
blaue vom himmel wenn nicht Du

mir die sprache verschlägst meine
ohren versteppen ver
dursten ertauben wenn nicht

Du mir im leise ver
klingenden schweigen
begegnest ein

ton genügt ein wort
von Dir auf
den lippen: Du



gebet eines predigers

sprich mich an
sprich doch
sprich
ich kann mein
gelaber nicht mehr
hören
hörst Du
mein gelaber über Dich

schlecht wird mir
manchmal
wenn ich so
daherrede
von Dir
hörst Du

ein Wort
von Dir
das wäre wie
frisch gebackenes Brot



glücklich

bin ich wenn
sätze ganze traktate
sich auflösen in bilder

wenn wörter sich ver
dichten zu worten
wenn worte dem

einen Wort
weichen das sich nicht
sagen läßt weil es sich

schenkt


 



für dich und Dich

wer schweigt mit mir
die antwort
aus dem dunkelmeer
derfragenohneantwort

wer hinterfragt mir
meine antwortkrücken

wer kenntmichnoch
im niemandsland
der wändelosenräume

wer wennnichtdu

 


 

 

 



 

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