

Zeit ist das zentrale und vielschichtige Thema, das sich wie
ein roter Faden durch die Werke von Alois Reiss zieht. Die
Aspekte der Zeit wie Entstehen, Vergehen, Stillstand, Bewegung
oder auch den Klang der Zeit bildlich darzustellen ist eine
Herausforderung der sich der Künstler jedes Mal gerne
aufs Neue stellt.
Unser Leben, unsere Welt
ist vom Klang umflossen
vom Klang des Universums
dem Gesang der Sterne
dem Geborenwerden und Vergehen
dieser Klang setzt sich in allen Dingen
in und mit uns selbst fort
wie eine Symphonie der Ewigkeit
Zum Anlass der Ausstellung "Klang
der Zeit" werden Bilder von Lappersdorf und Umgebung
gezeigt, dazu erstmalig drei Werke, die mit dem Ort Hainsacker
in enger Verbindung stehen. Gedichte von Klaus Bäumler
aus Burglengenfeld stimmen auf die Bilder ein und lassen Raum
für eigene Gedanken über die Zeit.
Ergänzende Highlights sind die Leihgaben der Firma Turmuhren
Rauscher aus Regensburg.
Es werden ein mechanisches Turmuhrenwerk mit Handaufzug sowie
eine funksynchronisierte Quarzhauptuhr zu bestaunen sein.
„Brunnen“
Dorfquelle Hainsacker, in der Nähe der Quelle war früher
ein Weiher, dort trafen sich die Frauen zum Waschen (und Ratschen).
Die Quelle ist gleich unterhalb der Kirche und gehört
zur Ortsmitte von Hainsacker. Trinkwasserqualität besitzt
sie schon seit Jahren nicht mehr aber ihr Plätschern
im Sommer ist wie ein vertrautes, fröhliches Lied.
„Glocke“

Seit dem Jahre 1948 verrichtet eine ehrwürdige alte
Glockendame ihren Dienst
im Kirchturm der Pfarrkirche St. Ägidius Hainsacker.
Mit dem Gußjahr 1540 gehört sie zu den ältesten
und historisch wertvollsten in der Umgebung.
Früher hing diese im Glockenturm der Pfarrkirche Mariä
Himmelfahrt in Sallern.
Mit den Glocken unserer Diözese, darunter auch 5 Kirchenglocken
der Pfarrei
Hainsacker, wurde sie im Jahre 1942 beschlagnahmt, abgenommen
und in einer Nacht- und Nebelaktion zur Sammelstelle auf dem
Schlachthofgelände nach Regensburg gebracht. Von dort
aus ging die Reise der Glocken zur Verhüttung nach Hamburg.
Nach Kriegsende erhielt die Pfarrkirche Sallern mit drei neugegossenen
Glocken 1947 wieder ein vollständiges Läutwerk.
Überraschenderweise kehrten jedoch auch die drei beschlagnahmten
Glocken zurück.
In die Pfarrei Hainsacker indessen kehrte keine der Glocken
jemals wieder zurück. Dem Umstand, dass die besagte,
690 kg schwere Glocke in ihrer
ursprünglichen Heimat nach Umbaumaßnahmen im Kirchturm
keinen Platz mehr
hatte, verdankt die Pfarrei St. Ägidius den Ankauf der
Glocke durch den damaligen Pfarrer Alois Diller zum 01.10.1948
um 2000,-- DM.
Seit 1948 ertönt ihr Geläut nun in Hainsacker im
G-Ton und es bleibt zu hoffen, dass dies noch viele hundert
Jahre so bleiben wird.
Weitere interessante Hintergründe und Details erhalten
Sie aus dem neu erschienen Büchlein „Die Kirchenglocken
der Pfarrei Mariae Himmelfahrt in Regensburg-Sallern“,
herausgegeben von Gertraud Haas.
„Uhrwerk mit alten Bäumen bei der Kirche St Ägidius“

Das Turmuhrenwerk wird im Glockenturm der Kirche St Ägidius
gelagert, ist aber nicht mehr in Betrieb. Dabei handelt es
sich um ein Fabrikat aus der „Königlich Bayerischen
Turmuhrenfabrik Johann Mannhardt – München“.
Das Werk hat einen sogenannten Stiftengang, der typisch für
die Firma Mannhardt war.
Es dürfte von ca. 1880 sein oder früher. Die Turmuhrenfabrik
Strobl - Regensburg hat das Werk 1947 überholt.
Danke für diese Informationen an Fa. Turmuhren Rauscher,
Regensburg.
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